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Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf eG
BLZ: 41262501
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Unsere Geschichte

 

 

Die Idee der Genossenschaft entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zunächst als Selbsthilfeeinrichtung gedacht, wurde daraus schnell ein Erfolgsmodell.

Der Grundstein der Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf eG wurde durch die Idee von Hermann Schulze-Delitzsch gelegt. Selbsthilfe durch freiwillige Kooperation lautete seine Lösung gegen die Existenzkrise des Mittelstandes, und er entwickelte eine neue Unternehmensform: die Genossenschaft. Die eigentliche Gründung fand 1849 statt. 

1850 rief Schulze-Delitzsch dann den „Vorschussverein“ ins Leben. Er war der Vorläufer der heutigen Volksbanken. Das älteste Vorgängerinstitut der Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warenndorf eG ist der 1884 gegründete Ahlener Spar- und Darlehnskassenverein. Dieser Verein gab nach dem Konzept von Friedrich Wilhelm Raiffeisen seinen Mitgliedern gegen ein geringes Eintrittsgeld die Möglichkeit, zinsgünstige Darlehen zu erhalten und selbst kleine Beträge sicher und mit Verzinsung zu verwahren.

 

 

Die Karriere der Genossenschaften war von Anfang an ein Erfolgsmodell: Im Jahre 1914 gab es bereits mehr als 34.500 Genossenschaften, darunter 19.000 Kreditgenossenschaften. Der neue Unternehmenstyp wurde zum Vorbild für gleichartige Gründungen in der ganzen Welt. 

16 Millionen Menschen sind heute Mitglied von Volksbanken Raiffeisenbanken. Weltweit hat keine Unternehmensgruppe einen vergleichbar breit gestreuten Anteilsbesitz. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gründeten engagierte Landwirte, Kaufleute und Gewerbetreibende weitere Spar- und Darlehnskassenvereine in Sassenberg und Milte (beide 1896), Vorhelm (1900) und Dolberg (1901). 

Die Bankgeschäfte selbst führten die sogenannten Rendanten damals in ihren Privat- und Geschäftshäusern – oft am Abend oder am Sonntag nach der Kirche, was den Bedürfnissen der arbeitenden Bevölkerung damals sehr entgegenkam.

 

 

Die weitgehend ruhige und kontinuierliche Entwicklung wurde dann Anfang der 1920er-Jahre durch die Inflation und wenige Jahre später infolge der Weltwirtschafts- und Bankenkrise erheblich erschüttert. Erst nach den schweren Kriegs- und Nachkriegsjahren wuchs die Nachfrage wieder nach Investitionskrediten, Förderprogrammen für Mittelstand und Landwirtschaft sowie nach Bausparanlagen. 

Ende der 1960er-Jahre setzte eine erste Welle von Fusionen ein, in deren Folge kleinere Spar- und Darlehnskassen in größeren Instituten aufgingen. 

Die 1980er-Jahre standen im Zeichen einer rasanten technischen Entwicklung. Die elektronische Datenverarbeitung hielt Einzug in die Banken; sie beschleunigte Buchungsvorgänge und ermöglichte den Kunden bald per Geldautomat und Kontoauszugsdrucker erstmals, einen Teil ihrer Geldgeschäfte unabhängig von den Öffnungszeiten zu tätigen. 

Heute bestehen drei Hauptgeschäftsstellen in Ahlen, Sassenberg und Warendorf und weitere Geschäftsstellen in Ahlen, Dolberg, Vorhelm, Füchtorf, Warendorf, Freckenhorst, Milte, Müssingen und in Drensteinfurt-Walstedde.