Ahlen/Oelde. Das Interesse war groß. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) aller Mitarbeiter der Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf hatten sich an der anonymen Befragung zur Zertifizierung „Familienfreundlicher Mittelstand" beteiligt. Doch auch die Bank selbst war um eine Selbsteinschätzung gefragt: Welche Leistungen bietet das Unternehmen in Sachen Familienfreundlichkeit (Vereinbarkeit von Familie und Beruf) an? Welches Bewusstsein besteht im Unternehmen? Und was wird getan, um das Bewusstsein zu verändern beziehungsweise überhaupt zu verankern?

 

Die Antworten auf die vielen Fragen fielen zu aller Zufriedenheit aus und seit gestern (30. Mai) hat es die Volksbank auch schriftlich: Im Beisein von Landesarbeitsminister Guntram Schneider und Liz Mohn (stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung) erhielt Bankvorstand Paul-Ludwig Rosche in Oelde das Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Mittelstand" überreicht.

 

„Über diese Auszeichnung freuen wir uns sehr", erklärte Paul-Ludwig Rosche auch im Namen seines Vorstandskollegen Martin Weber und des Personalleiters Ulrich Webers. Gewürdigt werden mit dem Siegel Problembewusstsein, Handlungsbereitschaft sowie die bereits vorhandenen Instrumente zur Vereinbarung von Familie und Beruf. So bietet die Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf neben flexiblen, familienfreundlichen Arbeitszeitregelungen und Teilzeitlösungen unter anderem eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung sowie sonstige finanzielle Leistungen und Absicherungen, die auch die Familie erfassen.

 

Ziel der Untersuchung des Netzwerkes Familie-Arbeit-Mittelstand im Münsterland (FAMM), die vom Landes-Arbeitsministerium in Auftrag gegeben wurde, waren neben der Datenerhebung und Bewertung zur Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers eine höhere Bewusstseinsbildung in der Mitarbeiterschaft und eine nachhaltige Verankerung von Familienfreundlichkeit im Unternehmen zu erzielen.

 

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf positiv zu beeinflussen, ist keine Ein-Tages-Veranstaltung, sondern eine Daueraufgabe, die in der Unternehmenskultur eines Unternehmens verankert sein muss. Mit den erreichten zusätzlichen Leistungen, die wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten, wollen und dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Aus dem Workshop, den wir gemeinsam hausintern veranstaltet haben, haben wir eine Reihe zusätzlicher Impulse und Anregungen erhalten, die wir systematisch abarbeiten wollen", versprach Paul-Ludwig Rosche. „Im Rahmen der zunehmenden Fachkräfteknappheit wird es darum gehen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch zusätzliche Angebote – vor allem auch nicht finanzieller Art – für unser Haus zu interessieren. 90 % der Arbeitnehmer bekunden, dass für sie weniger das Maß der finanziellen Entlohnung bei einer Beschäftigung im Vordergrund steht, sondern vielmehr Kriterien wie Individualität, Übernahme von Verantwortung und vor allem Raum für die Familie", so Rosche.

Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf eG
BLZ: 41262501