Mitgliederinformationsveranstaltung

21.11.2007

Hochwertige und umfassende Beratung der Mitglieder und Kunden, Zentralisierung der Organisationsstruktur, Optimierung der Arbeitsprozesse und erlebbare Mitgliederförderung im Sinne der genossenschaftlichen Gründerväter - so lauten die Schlagworte, mit denen die Führungsgremien im harten Wettbewerb der Finanzdienstleister punkten wollen.

 

Welche Schritte im Einzelnen geplant beziehungsweise eingeleitet sind und wie die Volksbank aktuell im Markt steht, darüber informierten die beiden Bankvorstände Dieter Ritter und Paul-Ludwig Rosche die Vertreter der über 23.000 Anteilseigner am Mittwochabend (21. November) im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Volksbank-Forum in Ahlen. 

 

„Hier und heute melde ich mich zurück!“ Dieser Ausspruch von Dieter Ritter wurde von den Mitgliedervertreterinnen und Vertretern im vollbesetzten Volksbank-Forum mit spontanem Beifall aufgenommen. „In Absprache mit den Herren unseres Aufsichtsrates läuft mein Dienstvertrag unverändert weiter“, erläuterte Ritter weiter. Ursprünglich hatte der langjährige Bankvorstand im Zuge der geplanten Fusion den Weg für eine schlanke Vorstandsbesetzung im neuen Gesamtinstitut frei machen wollen. Nun macht Dieter Ritter weiter. „Es ist für mich nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern gleichermaßen eine Freude, mich wie bisher voll und ganz in das Tagesgeschäft einzubringen, um die Geschicke der Bank gemeinsam mit meinem Kollegen Paul-Ludwig Rosche zukunftsorientiert fortzuführen und zu lenken.“

 

Die beiden Bankchefs haben klare Ziele vor Augen. Ziele, die sich aus der Fülle von Erkenntnissen stützen, die in den Kooperations- und Fusionsgesprächen gewonnen wurden und nicht ungenutzt bleiben sollen. Insbesondere bei der Organisationsstruktur, im Bereich Vertrieb, der Produktion und Banksteuerung. Für die drei Teilmärkte in Ahlen, Warendorf und Sassenberg sind in Person von Michael Vorderbrüggen, Wilfried Stephani und Hermann Schimweg in der zweiten Führungsebene drei Repräsentanten zuständig. Während die Kreditabteilung nicht zuletzt aus Platzgründen künftig in Ahlen zusammengeführt wird, soll der Vertrieb in Warendorf konzentriert werden.

 

„Wir sind sicher, dass wir damit die Weichen gestellt haben, um jederzeit und mit jeder genossenschaftlichen Bank aus dem näheren Umfeld in Kooperations- oder Fusionsgesprächen auf Augenhöhe einzustellen zu können“, machte Ritter klar. „Die Notwendigkeit weiterer Fusionen im Kreis Warendorf ist unbestritten“, ergänzte Paul-Ludwig Rosche. Frühstens in einem Zeitraum von drei bis vier Jahren werde jedenfalls die Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf wieder Fusionsgespräche führen.

 

Dass die Volksbank auch allein dem, so Rosche, „knüppelharten Wettbewerb“ erfolgreich trotzen kann, wird aus den vorgestellten Ergebniszahlen per 30. September 2007 deutlich. Demnach erhöhte sich das addierte Kundengesamtvolumen um 2,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen belief sich auf 739 Millionen Euro. Erfreulich: Die Zahl der Firmenpleiten war erneut rückläufig. Das Volumen im Passivgeschäft wuchs im Vorjahresvergleich um rund 1,7 Prozent auf 772 Millionen Euro. „Durch die Einführung der Abgeltungsteuer haben wir in 2008 in diesem Geschäftsfeld mit einer Sonderkonjunktur zu rechnen“, verdeutlichte Ritter.

 

Stichwort Mitgliederförderung: „Einer für alle, Alle für Einen“, so lautet das Motto der genossenschaftlichen Gründerväter. Hier will die Volksbank in Form einer Stiftung anknüpfen. Von Mitgliedern gebildet und von Mitgliedern verwaltet soll sie denjenigen Hilfe bieten, die unverschuldet in Not geraten sind. Dieses Projekt fand in der Versammlung breite Zustimmung und viele Freiwillige, die bei der Ausarbeitung aktiv mitwirken wollen. Auf der nächsten Vertreterversammlung in 2008 wird das Konzept dann vorgestellt. 

 

Quelle: Ahlener Zeitung

Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf eG
BLZ: 41262501