Ahlen. Schwarze Zahlen in der aktuellen Bilanz und gute Aussichten mit Blick auf die Zukunft – das kennzeichnet die aktuelle Situation der Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf. „Für unsere Volksbank war 2010 ein ereignisreiches – und angesichts der überraschend starken konjunkturellen Erholung – ein erfolgreiches Geschäftsjahr", präzisierte Bankvorstand Paul-Ludwig Rosche in seinem Vorstandsbericht, den er auch im Namen seines Vorstandskollegen Martin Weber am Mittwochabend (25. Mai) auf der diesjährigen Vertreterversammlung in der Stadthalle Ahlen ablegte.

 

„2010 haben wir unsere Ziele erfüllt und an der einen oder anderen Stelle sogar übererfüllt", erklärte Rosche nach einem kurzen Rundblick auf das finanzpolitische Umfeld im Jahre 2010, aber auch im ersten Halbjahr 2011 weiter. „Ziele, meine Damen und Herren, sind für uns nicht Zahlenziele, sondern Ziele bestehen für uns darin, Ihnen auf Augenhöhe als fairer Partner zu begegnen und unseren genossenschaftlichen Auftrag zu erfüllen."

 

Nach einem kurzen Rückblick auf die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres stellte Rosche einige ausgewählte Bilanzzahlen aus dem Jahresabschluss 2010 in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Zuvor hatte Aufsichtsratsvorsitzender und Versammlungsleiter Helmut Benefader die zahlreich erschienenen Vertreterinnen und Vertreter der Bankeigentümer sowie die als Gäste anwesenden Vertreter der Kommunen aus dem Geschäftsgebiet und Repräsentanten der genossenschaftlichen Finanzgruppe begrüßt. Kritisch mit aufsichtsrechtliche Maßnahmen zur Bankenabgabe, der europäische Einlagensicherung und Eigenkapitalanforderungen für Banken nach Basel III setzte sich Bankvorstand Martin Weber auseinander.

 

Die Bilanzsumme der Volksbank belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 765 Mio. Euro. Die Ausleihungen stiegen sich um sieben Prozent auf 509 Mio. Euro. Die Kundeneinlagen kletterten um ein Prozent auf 482 Mio. Euro. Nach Verrechnung der Steuerzahlung von 1,2 Mio. Euro verbleibt ein Jahresüberschuss von 1,8 Mio. Euro. Nach Beschluss der Vertreterversammlung wird daraus eine Dividende von 4,5 Prozent an die 23.155 Anteilseigner ausgeschüttet.

 

Auch der Bericht des Aufsichtsrates und das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung spiegelt die positive Situation der Volksbank wider. Im weiteren Verlauf der Sitzung standen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Wahlen zum Aufsichtsrat und Satzungsänderungen auf der Tagesordnung. Zur Wiederwahl vorgeschlagen waren Helmut Benefader, Hermann Mense, Klaus Rehwinkel und Klemens Westrup.

 

Einen Überblick über die Verwendung der VIA-Spenden im Jahr 2010 gab der Vorsitzende des Kuratoriums, Bürgermeister Josef Uphoff. Die wichtige Bedeutung der VIA sei in den letzten Jahren nicht zuletzt mit der Förderung unverschuldet in Not geratener Menschen noch verstetigt worden, führte Uphoff aus. Und weiter: „Auch im vergangenen Geschäftsjahr war dies so und das soll nach meiner Überzeugung auch im Jahr 2011 und den kommenden Jahren so sein." Mit einer Spende der Volksbank an die VIA in Höhe von 34.732,50 Euro wird deren Arbeit weiter unterstützt.

Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf eG
BLZ: 41262501