Die beiden Bankvorstände Dieter Ritter und Paul-Ludwig Rosche berichteten der Vertreterversammlung des Genossenschaftsinstituts gestern Abend in der Ahlener Stadthalle von einem deutlichen Plus bei Bilanzsumme, Kreditvolumen und Kundeneinlagen. Auch ihr Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr war trotz der anhaltenden Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise auf das regionale Geschäftsgebiet der Volksbank verhalten positiv. Die Vorstände prognostizieren für das Wirtschaftsjahr 2009 einen zufrieden stellenden Geschäftsverlauf.

 

Breiten Raum nahmen natürlich die Turbulenzen auf den Finanzmärkten auf der Vertreterversammlung ein. Das Geschäftsmodell der genossenschaftlichen Bankengruppe, so das Resümee von Dieter Ritter und Paul-Ludwig Rosche, habe sich in der Krise mit seiner „mitglieder- und kundenorientierten Ausrichtung“ als „Hort des Vertrauens“ erwiesen. Auch das eigene Institut habe sich gut behauptet und mit ihrer „fairen und partnerschaftlich ausgerichteten Geschäftspolitik die Finanzkrise bislang erfolgreich gemeistert“.

 

Dass die Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf als ei­ne der 250 größten Kreditgenossenschaften in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2008 erfolgreich ihr Kerngeschäft betrieben hat, wird beim Blick auf die Bilanzzahlen deutlich. Die Bilanzsumme kletterte um 8,9 Prozent auf den neuen Höchstwert von 748,5 Millionen Euro. Ebenfalls im Plus war das Kreditgeschäft. Das von der Bank betreute Kundenkreditvolumen erhöhte sich im Vorjahresvergleich um ein Prozent auf 743,9 Millionen Euro. Darüber hinaus waren die 175 Beschäftigten der Volksbank in 2008 als Vermittler öffentlich geförderter Kredite für Mittelstand und Privatkundschaft unverändert stark gefragt.

 

Die Einlagenentwicklung wurde insbesondere im letzten Quartal 2008 durch die Turbulenzen der Finanzmarktkrise beeinflusst. Die Kundeneinlagen legten um 7,8 Prozent auf 476,2 Millionen Euro zu. Als Folge der Krise vertrauten auch zahlreiche Neukunden der Volksbank als „sicherem Hafen“ in stürmischen Zeiten ihre Spargelder an. Die Angst vor der Rezession schlug sich ebenfalls im Dienstleistungsgeschäft, insbesondere im Kauf und Verkauf von Wertpapieren nieder. Unverändert stark ausgeprägt war der Wunsch der Kunden nach Wohneigentum.

 

Die Vermögenslage der Bank sei geordnet, die Ertragslage zufrieden stellend, befand auch der Aufsichtsrat. Das Eigenkapital stieg auf 47 Millionen Euro. Als Bilanzgewinn werden 1,1 Millionen Euro ausgewiesen. Daraus erhalten die 23 083 Mitglieder auf Beschluss der Vertreterversammlung eine Dividende in Höhe von 4,5 Prozent.

 

Quelle: Ahlener Zeitung vom 05.06.2009

Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf eG
BLZ: 41262501